
Ein Medizinprodukt visuell greifbar machen, bevor es existiert
Cue
3D Rendering
06/2023

Sauerstoff ist eines der wichtigsten Medikamente der Notfallmedizin, und ausgerechnet hier fehlt Rettungskräften im Einsatz oft die entscheidende Information: Wie lange reicht die Flasche noch aus, bevor sie gewechselt werden muss? Das cue Module beantwortet genau diese Frage. Zwischen Sauerstoffflasche und Druckminderer implementiert, berechnet es aus Restdruck, Volumen und tatsächlicher Durchflussrate die verbleibende Zeit und meldet sich optisch und akustisch, bevor der Sauerstoff unbemerkt zur Neige geht. Entstanden ist das Konzept im Hochschulkurs „Katastrophen, Design in Not“ bei Prof. Jörg Gätjens.
Die Besonderheit dieses Projekts ist, dass von cue kein Prototyp existiert, nur CAD-Daten und ein durchdachtes Konzept. Auf Basis der Konstruktionsdaten haben wir das Modul fotorealistisch visualisiert, vom Gesamtprodukt an der Sauerstoffflasche bis zu Details wie dem reduzierten Interface und der modularen Bauweise. Dabei war lange offen, aus welchen Materialien cue gefertigt werden soll, Kunststoff, Edelstahl und weitere Varianten standen im Raum. Deshalb haben wir die verschiedenen Materialvarianten fotorealistisch dargestellt, mit realistischen Oberflächen, Reflexionen und Texturen, um ein Gefühl dafür zu geben, welche Materialität für das Produkt am meisten Sinn ergibt. Die fotorealistische Materialdarstellung wird so selbst zum Entscheidungswerkzeug in der Produktentwicklung, lange bevor ein einziges Muster gefertigt ist.
Das Ergebnis ist Greifbarkeit vor dem ersten Prototyp: Die Visualisierungen machen cue diskutierbar, präsentierbar und bewertbar, ob in der Produktentwicklung oder im Gespräch mit Investoren und Partnern. Wer CAD-Daten hat, hat bereits alles, was es für überzeugende Produktkommunikation braucht, auch dann, wenn das Produkt selbst noch gar nicht existiert.















© 2026 line-up | Greim & Brugger GmbH | Alle Rechte vorbehalten.











